W.I.E.V.-Methode© 

Die Gesprächsstruktur für schwierige Gespräche

Es gibt Gespräche, in denen eine gute Struktur allein nicht ausreicht. Wenn Kritik im Raum steht, wenn ein Missverständnis das Klima bestimmt, wenn Erwartungen unausgesprochen bleiben oder ein Konflikt sich zu verhärten beginnt, dann entscheidet nicht mehr nur der Aufbau Ihrer Argumente, sondern Ihre Haltung im Moment des Sprechens.

Gespräche wirksam führen

Genau hier setzt die W.I.E.V.-Methode© an. Sie überträgt die Ordnung des SKL-Prinzips© auf die anspruchsvollste aller Situationen, nämlich auf das Gespräch mit einem Gegenüber, das anderer Meinung ist. Vier Schritte, klar voneinander getrennt und in dieser Reihenfolge: Sie beschreiben Ihre Wahrnehmung, ohne zu bewerten. Sie legen Ihre Interpretation offen und kennzeichnen sie als das, was sie ist, nämlich Ihre Annahme. Sie sagen, was die Sache mit Ihnen macht. Und Sie formulieren einen Verhaltenswunsch, der das Gespräch öffnet, statt es mit einer fertigen Lösung zu schließen.

Was sich dadurch verändert
Die W.I.E.V.-Methode© löst keine Konflikte, und sie verspricht das auch nicht. Ihre Aufgabe ist eine andere und in der Praxis eine wertvollere: Sie gibt dem, was zwischen zwei Menschen ungeklärt ist, einen Raum, in dem es respektvoll angesprochen und gemeinsam bearbeitet werden kann. Wer Wahrnehmung und Bewertung trennt, nimmt dem Gespräch die Vorverurteilung. Wer das Verhalten des anderen wohlwollend deutet, nimmt ihm die Verteidigungshaltung. Und wer vom Ich über das Du zum Wir spricht, macht aus einer Auseinandersetzung eine Klärung.

Für Sie selbst bedeutet das vor allem eines: Sie behalten die Souveränität auch dann, wenn es eng wird. Sie müssen nicht lauter werden, um gehört zu werden, und Sie müssen nichts schlucken, um die Beziehung zu schonen. Sie finden Worte, die verbinden, statt zu verletzen – und zwar nicht aus Talent, sondern aus einer Ordnung, die Sie sicher beherrschen und jederzeit wiederholen können.


Die 2 × 120 Minuten Online-Praxis-Seminare

Die Arbeit mit der W.I.E.V.-Methode© ist ebenso zweistufig aufgebaut.
Im ersten Teil führen wir die vier Stufen an konkreten Beispielen ein und üben sie gemeinsam. Wir beginnen bei der Eröffnung, denn wie ein Gespräch anfängt, entscheidet häufig darüber, wohin es läuft. Sie trennen Wahrnehmung und Interpretation sauber voneinander, kennzeichnen Ihre Deutung als das, was sie ist, und benennen, was die Sache mit Ihnen macht. Wahrnehmung, Interpretation, Empfindung und Verhaltenswunsch geben Ihnen dabei einen geordneten Weg, auch einem schwierigen Thema die Relevanz und Bedeutung zu geben, die ihm zusteht, ohne dass daraus ein Vorwurf wird.

Zwischen beiden Teilen erproben Sie die Eröffnung und die Zusammenfassung von Gesprächen an eigenen Fällen. Nicht als Übung für die Schublade, sondern für den nächsten Termin, der ohnehin ansteht.

Im zweiten Teil geht es jetzt neben der klaren Ordnung um das, was ein Gespräch wirksam macht: klärende Fragen, die nicht ausfragen, das Zusammenfassen des Gehörten in eigenen Worten und das Nein, das eine Grenze zieht, ohne die Beziehung zu belasten. Dazu wird das Zu- und Hinhören zu einem wichtigen Trainingsschwerpunkt. Sie arbeiten an mitgebrachten Fällen und erleben, wie die Methode auch dann trägt, wenn das Gegenüber anders reagiert als erwartet.

Der Wechsel von geführtem Üben zu offenen Gesprächssituationen schärft die Wahrnehmung, sichert den Transfer in Ihren Alltag und gibt Ihnen Sicherheit, die nicht von der Tagesform abhängt. Im Mittelpunkt steht Ihre Fähigkeit, ein schwieriges Thema anzusprechen und dabei im Gespräch zu bleiben.

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