Haltung ist keine Technik. Sie ist eine Entscheidung

Seit 1993 arbeiten wir mit Rhetorik, Sprache und Verantwortung, und in dieser Zeit sind drei Überzeugungen gewachsen, die diese Arbeit bis heute prägen – geprüft, geschärft und weiterentwickelt, aber an keiner haben wir je gerüttelt.

Erstens: Struktur kommt vor Stil
Ein Auftritt trägt nur so weit, wie der Gedanke darunter sortiert ist. Wer überzeugen möchte, profitiert von Klarheit im eigenen Denken, in der Reihenfolge der Argumente, im Aufbau des Vortrags, der Präsentation oder des Gesprächs. Das gilt besonders für die substanzstarken, eher leisen Menschen, mit denen wir arbeiten: Ihr Wissen ist da, ihre Tiefe ist da – was fehlt, ist meist nur eine argumentative Struktur, die das eine sichtbar und das andere hörbar macht.

Aus dieser Überzeugung sind zwei eigene Werkzeuge entstanden: das SKL-Prinzip© für die Klärung komplexer Situationen – Situation, Komplikation, Lösung – und die W.I.E.V.-Technik© als Gesprächsleitfaden für anspruchsvolle und konfliktbelastete Situationen.

„Beide habe ich aus eigener Trainings- und Führungspraxis entwickelt, und beide folgen demselben Grundsatz: 
Struktur ist nicht ein Werkzeug unter vielen – Struktur ist der Anfang.“
Oliver Groß

Zweitens: Klarheit kommt vor Wirkung
Wirkung ist das Ergebnis. Wer Klarheit erzeugt, bekommt sie dazu – und zwar dort, wo man sie an handfesten Dingen ablesen kann: an kürzeren Meetings, an weniger Nachfragen, an Argumenten, die nach drei Tagen noch stehen.
Deshalb arbeiten wir an dem, was vor dem Auftritt liegt: ob die Gedanken glaubwürdig sind, ob die Absicht den anderen erreicht und ob die Struktur den Inhalt nachvollziehbar macht. Drei Fragen, eine Reihenfolge.

Drittens: Verantwortung kommt vor Überzeugung
Sprache wirkt, ob man es will oder nicht – und wer rhetorisch arbeitet, übernimmt damit Verantwortung, für die Wirkung seiner Worte ebenso wie für die Menschen, die ihnen zuhören. Deshalb ist Rhetorik für uns eine Disziplin der Führung. Diese Überzeugung ist in der Praxis gewachsen – wie die beiden anderen auch.

Woran wir nicht arbeiten

An Show, an Tricks, an Auftrittsritualen, an der Kunst, das letzte Wort zu haben, an Schlagfertigkeit als Selbstzweck – wer das sucht, findet anderswo gute Adressen. Und einen Satz werden Sie bei uns nie hören: „Kommen Sie mehr aus sich heraus.“ Denn wir wollen niemanden zu jemand anderem machen. Wer Vorträge, Präsentationen und Gespräche souverän und werteorientiert führen will, auch dann, wenn es unangenehm wird, der ist hier richtig – und zwar als der Mensch, der er ohnehin schon ist.

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