Haltung ist keine Technik. Sie ist eine Entscheidung
Seit 1993 arbeiten wir mit Rhetorik, Sprache und Verantwortung, und in dieser Zeit sind drei Überzeugungen gewachsen, die diese Arbeit bis heute prägen – geprüft, geschärft und weiterentwickelt, aber an keiner haben wir je gerüttelt.
Erstens: Struktur kommt vor Stil
Ein guter Auftritt ist kein guter Auftritt, wenn der Gedanke darunter unsortiert ist. Wer überzeugen möchte, profitiert von Klarheit im eigenen Denken, in der Reihenfolge der Argumente, im Aufbau des Vortrags, der Präsentation oder des Gesprächs. Das gilt besonders für die substanzstarken, eher leisen Menschen, mit denen wir arbeiten: Ihr Wissen ist da, ihre Tiefe ist da – was fehlt, ist meist nur eine argumentative Struktur, die das eine sichtbar und das andere hörbar macht. Aus dieser Überzeugung sind zwei eigene Werkzeuge entstanden: das SKL-Prinzip© für die Klärung komplexer Situationen – Situation, Komplikation, Lösung – und die W.I.E.V.-Technik© als Gesprächsleitfaden für anspruchsvolle und konfliktbelastete Situationen.
Zweitens: Klarheit kommt vor Wirkung
Wirkung ist das Ergebnis, nicht das Ziel: Wer Klarheit erzeugt, bekommt Wirkung dazu – als Folge, nicht als Absicht – und zwar dort, wo man sie an handfesten Dingen ablesen kann, an kürzeren Meetings, an weniger Nachfragen, an Argumenten, die nach drei Tagen noch stehen.
Deshalb üben wir keine Posen, keine Schlagfertigkeitsformeln, keine Charisma-Tricks, sondern arbeiten an dem, was vor dem Auftritt liegt: ob die Gedanken glaubwürdig sind, ob die Absicht den anderen erreicht und ob die Struktur den Inhalt nachvollziehbar macht. Drei Fragen, eine Reihenfolge.
Drittens: Verantwortung kommt vor Überzeugung
Sprache wirkt, ob man es will oder nicht – und wer rhetorisch arbeitet, übernimmt damit Verantwortung, für die Wirkung seiner Worte ebenso wie für die Menschen, die ihnen zuhören. Deshalb halten wir Rhetorik nicht für ein Verkaufswerkzeug, sondern für eine Disziplin der Führung – eine Überzeugung, die nicht am Schreibtisch entstanden ist, sondern in der Praxis.
Woran wir nicht arbeiten
An Show, an Tricks, an Auftrittsritualen, an der Kunst, das letzte Wort zu haben, an Schlagfertigkeit als Selbstzweck – wer das sucht, findet anderswo gute Adressen. Und einen Satz werden Sie bei uns nie hören: „Kommen Sie mehr aus sich heraus.“ Denn wir wollen niemanden zu jemand anderem machen. Wer Vorträge, Präsentationen und Gespräche souverän und werteorientiert führen will, auch dann, wenn es unangenehm wird, der ist hier richtig – und zwar als der Mensch, der er ohnehin schon ist.
Wie diese Haltung in Trainings, Vorträgen und Coaching wirksam wird → Arbeitsweise